Monster Truck

Foto Ramona Zuehlke
Foto Ramona Zuehlke

Dschingis Khan

In Dschingis Khan präsentiert das Performancekollektiv Monster Truck drei Menschen mit Down-Syndrom, die man bis vor kurzem noch „mongoloid“ genannt hätte, als waschechte MongolInnen. In schwere Felljacken gehüllt sollen diese ihre vermeintliche Authentizität und Wildheit zur Schau stellen. Sie bekommen Handlungsanweisungen und werden zu Tableaux arrangiert; ausgeleuchtet und mit Sound unterlegt, werden sie auch noch in ihren banalsten Verrichtungen mit tieferer Bedeutung aufgeladen. Die Maschinerie des Theaters läuft auf Hochtouren, um das größtmögliche Andere zu produzieren. Ein Anderes, in das wir unsere Ängste und Sehnsüchte auslagern können, und das wir wahlweise bemitleiden, fürchten, begehren oder verklären können. Dschingis Khan, der mächtigste Herrscher aller Zeiten, erscheint degradiert zu einer billigen Kirmesattraktion, in der sich Vorstellungen von fremdländischer Exotik mit landläufigen Ideen von geistiger Behinderung vermischen.

Von und mit: Sabrina Braemer, Jonny Chambilla, Manuel Gerst, Sahar Rahimi, Oliver Rincke, Mark Schröppel, Ina Vera Dramaturgie: Marcel Bugiel Musik: Mark Schröppel Produktionsleitung: ehrliche arbeit – freies Kulturbüro  Künstlerische Mitarbeit: Alisa Hecke, Matthias Meppelink
Eine Produktion von Monster Truck in Kooperation mit Theater Thikwa und in Koproduktion mit FFT Düsseldorf, Pumpenhaus Münster, Ringlokschuppen Mülheim und SOPHIENSÆLE. Gefördert aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten, Kunststiftung NRW, Kultursekretariat NRW, Rudolf Augstein Stiftung, LAG Soziokultur NRW und Fonds Darstellende Künste e. V

25. Okt. 2016
19:00 Uhr

24. Okt. 2016
17:00 Uhr

22. Okt. 2016
19:00 Uhr
Nowy Teatr Warschau

21. Okt. 2016
19:00 Uhr
Nowy Teatr Warschau

07. Mai. 2016
16:30 Uhr

06. Mai. 2016
18:00 Uhr

05. Mai. 2016
16:30 Uhr

10. Feb. 2016
20:30 Uhr
Something Raw Festival Frascati Theater Amsterdam

09. Feb. 2016
19:00 Uhr
Something Raw Festival Frascati Theater Amsterdam

21. Nov. 2015
20:00 Uhr

20. Nov. 2015
20:00 Uhr

24. Apr. 2015
19:30 Uhr

18. Nov. 2014
20:00 Uhr

17. Nov. 2014
20:00 Uhr

19. Mai. 2014
20:00 Uhr

15. Mai. 2014
20:00 Uhr

23. Mrz. 2014
18:00 Uhr
Mousonturm Frankfurt / Main

22. Mrz. 2014
20:00 Uhr
Mousonturm Frankfurt / Main

08. Feb. 2014
20:00 Uhr

07. Feb. 2014
20:00 Uhr

04. Dez. 2013
20:00 Uhr
Theater Rampe Stuttgart

05. Dez. 2013
20:00 Uhr
Theater Rampe Stuttgart

06. Dez. 2013
20:00 Uhr
Theater Rampe Stuttgart

07. Dez. 2013
20:00 Uhr
Theater Rampe Stuttgart

10. Nov. 2013
19:30 Uhr
Kampnagel Hamburg

09. Nov. 2013
19:30 Uhr
Kampnagel Hamburg

08. Nov. 2013
19:30 Uhr
Kampnagel Hamburg

24. Sep. 2013
20:00 Uhr

31. Mai. 2013
20:00 Uhr

29. Mai. 2013
20:00 Uhr

01. Mai. 2013
20:00 Uhr
Stückemarkt Heidelberg

09. Mrz. 2013
20:00 Uhr
Pumpenhaus Münster

08. Mrz. 2013
20:00 Uhr
Pumpenhaus Münster

02. Mrz. 2013
20:00 Uhr

01. Mrz. 2013
20:00 Uhr

26. Nov. 2012
20:00 Uhr

25. Nov. 2012
20:00 Uhr

24. Nov. 2012
20:00 Uhr

23. Nov. 2012
20:00 Uhr

20. Sep. 2012
20:00 Uhr
FFT Düsseldorf

21. Sep. 2012
20:00 Uhr
FFT Düsseldorf

22. Sep. 2012
20:00 Uhr
FFT Düsseldorf

01. Jun. 2017
18:00 Uhr
CPHstage Festival Kopenhagen

02. Jun. 2017
14:00 Uhr
Cphstage Festival Kopenhagen

Anja Quickert: Typisch Mongolen, Theater heute, Februar 2013

In der zynischen, trashigen und tatsächlich sehr komischen Versuchsanordnung von „Dschingis Khan“ nehmen Monster Truck den „Mongolismus“ beim Wort und parodieren sein doppeltes Diskrimierungspotenzial. (…) „Dschingis Khan“ ist eine Farce auf die Idee des Authentischen und dessen Inszenierung.

Stefan Keim: Menschenzoo mit gebrochenem Blick, Deutschlandradio, 20.9.2012

Dschingis Khan - Eine Völkerschau" ist abgründiges Diskurstheater und gleichzeitig ein fröhliches Happening, mehrfach gebrochen, oft überraschend.

Doris Meierhenrich: Die schöne Welt und die Giftkiste des Theaters, Berliner Zeitung, 23.11.2012

Großer, zynischer Jahrmarktbudenzauber ist das, der dennoch tief und erhellend in die Giftkiste des Theaters greift (…) Zwar gibt Monster Truck keine Antworten, aber sie hauen hinein in die brennende Lücke zwischen Schein und Sein und zeigen, wo es schmerzt

Nicole Strecker: Monster Truck: „Dschingis Khan“, tanz, 6.11.2012

Zu keinem Zeitpunkt weiß man, ob die Thikwa-Darsteller wissen was sie da tun und dies vielleicht sogar ironisch meinen – auch das ist eine der vielen klug kalkulierten Irritationen an diesem außergewöhnlichen Meta-Theaterabend, der moralisch ebenso verunsichert, wie auch: beglückt.

Melanie Suchy: Monster Truck im FFT, Rheinische Post, 22.9.2012

Langsam versteht man, dass dieses Stück nicht von Inklusionsgesetz oder Frühdiagnostik handelt, sondern vom Gefühl der Ohnmacht.

Julia Voegelin: Verstörende Völkerschau, Basler Zeitung, 3.6.2013

Dschingis Khan" ist unterhaltsam und beklemmend zugleich.

Peter Sauer: Degradierter Stammesfürst, Westfälische Nachrichten, 10.3.2013

Die große Spielfreude des fast wortlosen Trios begeistert dabei eben so wie der anarchische Witz der gesamten Inszenierung. Jede Erwartungshaltung wird unterwandert und mit Humor beschossen, der an die frühen „Monty Phythons“ erinnert